Sonntag, 30. März 2014

Das dritte Paar Schuhe baumeln vom Dach----

Sie gehören Illumi---von Illumi_Design.

das dritte Paar Schuhe

 Nun könnte man denken, dass er nach einem neuen faszinierendem Fotoobjekt gesucht hat und sich dacht, das auf dem kleinen Dach zu finden. nein---es waren tatsächlich meine dicken Krokodilstränen, die ihn so berührten, dass er sich auf sein Fahrrad setzte und 94 km bis hier her radelte. was am nächsten Tag für einige Schwierigkeiten sorgte, weil ihm nun doch alles irgendwie weh tat. Aber um auf einer Leiter zu stehen, brauchts den Hintern doch nicht!!! Doch---wer da Muskelkater hat, wird sehr schnell merken, das man auch den Hintern auf der Leiter anspannt---

das sieht doch ganz professionell aus



Na egal---Illumi hatte einen Plan.


Problematisch ist, dass auch die zwei Dachdecker davor wahrscheinlich einen Plan hatten---Nur kann hier leider niemand Gedanken lesen und Aufzeichnungen gibt es nicht und Logik war leider bei den voran gegangenen Arbeiten nicht dabei.

So musste sich Illumi nun allein durchwursteln und hat es bis hier her schon mit Bravour gemeistert.

Die Sparren sind angesetzt und die Lattung liegt und ist fest. jetzt nach dem Frühstück werden wir die Ziegel legen.
jippieh die Lattung liegt

Mal sehen, wie weit wir kommen....

Ich habe nicht mit so vielen Schwierigkeiten gerechnet.

Ich hatte Mittendrin Gedanken aufzugeben.

Ich wusste nun wieder, dass es wichtig ist seine Projekte allein durch ziehen zu können.

Ich war verzweifelt, dass alles immer nur gehen solle, wenn genügend Bargeld in der fetten Hand sitzt.

Sollte es nicht möglich sein, mit großen Enthusiasmus ein Projekt im Low Budget Bereich zu beginnen und es aus eigener Kraft zu schaffen?

Doch ich glaube da weiter dran---jetzt erst recht. Wenn die Familie und die Freunde fest zusammenstehen und Mut machen---dann, dann wird das schon noch was mit der Milchküche.





Wir haben aber die Zeit des Wartens auf einen neuen Dachdecker genutzt um auf dem Hof weiter zu kommen.

Wir habe angefangen das große Gewächshaus aufzustellen.

hier sieht man das Fundament


Erst haben wir das Fundament geschippt, an dem Tag, als wir auch den Beton für den Fußboden in der Milchküche eingebracht haben.

Fummelarbeit
Nun steht das Gerüst, was eine gute Tüftelei war, da die Zeichnungen ungenau waren und auch zwei Teile fehlten.

da ist der Durchblick
Aber unser Lebenstraumpionier hat das gemeistert. jetzt kommt noch das Fundament an die Giebelseiten und dann werden wir mit dem Verglasen beginnen---

Mit einem Winken vom Dach---habt eine schöne Woche, eure Kalle

Sonntag, 16. März 2014

Der Status Quo ante----

ist erreicht.




der Putz ist ab



Also bei den Arbeiten, die ich bewerkstelligen konnte.
Der Putz ist von den Wänden. Nun war sozusagen ein Urzustand erreicht und ich kann mit jedem Handgriff noch vorn arbeiten.

Das liebe ich am meisten.









Der Status Quo ante








Auch wenn es am Donnerstag dann sehr viele Handgriffe wurden.

Wir hatten eine Tonne Beton bestellt und die galt es in die Milchküche zu schippen.

1 Tonne erdfeuchter Beton



irgendwo muss man dann anfangen

Dann auf Knien mit dem Brett alles irgendwie versuchen glatt zu ziehen und zu verdichten und ein Gefälle zum Abfluss---das ist für mich schon sehr kompliziert. Ich bin ja eher so der Hundertwasserfan und wenn dann mein Mann mir ein riesenlanges Richtscheit mit Wasserwaage in die Hand drückt und  mit einer Handbewegung das vorhergehende andeutet---dann fühle ich leichte Panik in mir aufsteigen. Und es ist körperlich sehr schwere Arbeit. Ich durfte dann doch lieber schippen und merke es heute noch.

 
 
 
 
jippieh


ich hätte nicht gedacht, dass ich Beton lieben könne---



Am Dach bewegen wir uns erst noch auf den Status Quo zu. Der Dachdecker war gestern da und das Loch ist nun um einiges Größer. Aber ich glaube an das Gute im Menschen-----

ohoh

in diesem Sinne, habt eine schöne Woche---

eure Kalle







Sonntag, 9. März 2014

Himmel Hoch Jauchzend-----

zu Tode betrübt-----

so könnte ich diese Bauwoche beschreiben.

weiter Putz geklopft

Ihr ahnt schon, es ging einfach nicht vorwärts, jedenfalls nicht so schnell, wie ich es mir vorgestellt hatte. Als ich vor 11 Jahren mit dem Bauprojekt Bahnhof begann, da hatte ich irgendwie mehr Power. Ja aber da war ich auch 11 Jahre jünger...
Und nun schmerzt es doch recht schnell, wenn ich den Putzhammer schwinge und bald kann ich dann den Arm nicht mehr heben und muss für den Tag aufhören.

das letzte Fenster geöffnet---nun zieht es gewaltig, aber man kann sehen, wie die Lichtverhältnisse in der Milchküche sein werden---grandios....

Das frustrierenste war, dass sich ein freiwilliger Helfer für Freitag angekündigt hatte und ich dann die Zeit mit Warten verbrachte. Dabei sank meine Stimmung ganz tief in den Keller...er kam nicht...

Jetzt weiß ich nicht mehr so genau, ob ich es wirklich schaffe...

Das war die traurige Nachricht---
Aber, dann kam Thomas und brachte uns Fliesen und Glas.

ich hüpfte um das Glas wie ein Kind.


Glas wie wunderschön----
 

 Die Scheiben sind riesig und ich werde das ganze kleine Häuschen verglasen können! Ist das nicht toll?
Und dann der Stapel Fliesen, die er nicht mehr braucht---genial


so kann es aussehen--leider reichen sie nicht für den ganzen Raum, aber ich habe auch noch ein paar BUnte...
 
---da habe ich aus lauter Lust ein paar auf dem Boden ausgelegt und nun sehe ich alles wieder so schön vor mir und hoffe, wenn ich noch ein paar mal daran vorüber gehe, dass ich wieder mehr daran glauben kann....

Euch eine schöne Woche mit nicht ganz so heftigen Höhen und Tiefen, eure Kalle


Sonntag, 2. März 2014

72---7--4---

Das ist die Geheimzahl---nein, ist sie nicht. Das sind nur die Zahlen die der Dachdecker ermittelt hat.

Ja genau, ein Dachdecker war hier und ist auf das Milchküchendach gestiegen und sprach dann: 72 Dachziegel, 7 Firststeine und 4 Sparren müssen erneuert werden.

Tja---
Aber ihr wisst ja noch, dass unser Motto ist, vorhandene Ressourcen zu nutzen und da ich mit wachen Augen durch die Lande fahre und laufe, fiel mir doch ein, wo ich schon einmal einen Stapel alter Biberschwänze gesehen habe.

Da sind wir nun hin gefahren und haben ein paar frische Eier mitgenommen. Nun durften wir uns die nötigen Ziegel weg nehmen. Hier liegen sie, schöne alte Ziegel von einem, alten Pfarrhaus.. Wie wundervoll---ich kann sie ein wenig streicheln und schaue sie ganz ehrfurchtsvoll an---ich hoffe natürlich, dass der Dachdecker sie auch wirklich nimmt, für unser Dach, sonst muss ich mir für die schönen Ziegel etwas anderes ausdenken.

die ersten Materialien sind da---Biberschwänze und Spaltfliesen
 
In der Milchküche ging es auch voran. Ich habe gelernt, dass man beim Putzabklopfen besser eine Schutzbrille trägt. Und ein Fenster habe ich auch aufgestoßen. Nun ist noch mehr Licht im Raum.

ein fenster ist schon geöffnet---das daneben wird auch noch geöffnet
 
Meine eigentliche Aufgabe in dieser Woche bestand aber darin, mir Wissen in den Kopf zu stopfen. Ich  habe Hygieneverordnungen und EU Verordnungen und Milch Bakterien und Vorschriften zur Haltung und Beschaffenheit der Reiferäume und Dicklegung und Desinfektion und Gerinnungsenzyme und Fliegen und Kennzeichnung und Milchsäure und Lohnverarbeitung und Wirtschaftlichkeit------

Nun nimmt es im Kopf auch immer mehr Gestalt an---

habt eine tolle Woche---eure Kalle